Sarah Leib: Ein Affe, ein Gehörnter und die Hoffnung treffen sich in der Stube

Kachelmotive aus dem vorarlberg museum aus archäologischer und soziokultureller Sicht

 

Eine Veranstaltung des Vorarlberger Landesmuseumsvereins

 

Eine behaglich geheizte Wohnung ist heute selbstverständlich, ein nicht weg zu denkender Bestandteil eines Hauses. Doch noch vor wenigen Jahrzehnten sah die Situation anders aus. Jahrhundertelang war die einzige Wärmquelle die Feuerstelle, an der gekocht und um die herum gearbeitet und gelebt wurde. Erst mit der Entwicklung des Kachelofens im Früh- bzw. Hochmittelalter änderte sich die Wohnkultur gravierend: Küche und Wohnraum trennten sich voneinander und die Entstehung einer Stube wurde begünstigt. Die Stube, die zum Mittelpunkt des täglichen Lebens avancierte, blieb dank der innovativen Technik der Außenfeuerung rauchfrei. Eng verknüpft mit der Weiterentwicklung des Kachelofens sind die Kachelformen und deren Motive. Diese reflektieren im hohen Maße eine religiöse Einstellung, Alltagsgeschehen oder die persönliche Vorstellungswelt des Auftraggebers. Anhand des umfangreichen Kachelmaterials aus dem vorarlberg museum wird in diesem Vortrag die Geschichte des Kachelofens anschaulich thematisiert, unter soziokulturellen Gesichtspunkten genauer beleuchtet und beantwortet, was es mit dem „Affen“, dem „Gehörnten“ und der „Hoffnung“ auf sich hat.

Dr. Sarah Leib, Archäologin, Institut für Archäologien/Innsbruck, Fachbereich Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie

Eintritt frei

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